Vernetztes Wohnen im Quartier
| Vernetztes Wohnen im Quartier - Zukunftsfähige Versorgung älterer Menschen in Hamburg Ausgangslage Bis zum Jahr 2060 wird nach den Prognosen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland jeder Dritte über 65 Jahre alt sein. Der demographische Wandel verändert unsere Gesellschaft und somit auch die Anforderungen an die Ausstattung von Wohnungen und die Angebote an Dienstleistungen von morgen.
Ziele des Projekts Das Projekt „Vernetztes Wohnen im Quartier" verfolgt das Ziel, die Akzeptanz und Wirkung von Assistenzsystemen durch die Entwicklung und Erprobung eines mitwachsenden, quartiersbezogenen und übertragbaren Produkt-Dienstleistungssystems zu verbessern. Erfolgen soll dies durch individuell gestaltbare Wohn- und Versorgungskonzepte. Dazu gehören neben dem Einsatz (haus-) technischer Komponenten auch die Entwicklung und Etablierung von unterstützenden und aktivierenden Dienstleistungen, sowie von Versorgungs- und Pflegeleistungen in unterschiedlichen Stufen.
Form der Umsetzung Im Rahmen des Projektes wird am Standort Uhlenhorst von PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG, der in fußläufiger Entfernung zum künftigen Transferstandort Finkenau liegt, eine Wohnung als „Showroom" mit technischen Komponenten zur Unterstützung des selbstbestimmten Wohnens im Alter ausgestattet. Dies erfolgt auf Basis einer Studie der Universität Hamburg und den Erfahrungen der beteiligten Partner. Potentielle Nutzer werden in die technische Entwicklung einbezogen und werden eine weitere Wohnung entsprechend einer realen Wohnsituation zur Erprobung auch zeitweilig bewohnen. Darüber hinaus werden eine Kommunikationsplattform und Angebote entwickelt und getestet, über die die Nutzer der Wohnung Dienstleistungen von der Unterstützung beim Einkaufen bis hin zu Pflegeleistungen abrufen können. Das Projekt wird wissenschaftlich von der Universität Hamburg begleitet.
Projektpartner Das Projekt wird als Verbundprojekt in Kooperation durchgeführt durch die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH als Projektkoordinator, die PFLEGEN &WOHNEN HAMBURG, die Universität Hamburg (Fakultät für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften - Fachbereich Informatik, Arbeitsbereich IT-Management und –Consulting), die PROSYSTEM AG sowie die Q-Data Service GmbH. Es ist geplant, im Projektverlauf weitere wirtschaftliche Partner aus der Region bzw. dem Quartier einzubeziehen. Darüber hinaus wird zusätzliche wissenschaftliche Expertise aus den Bereichen Pflegewissenschaften und IT eingeholt. Geplant ist auch eine Kooperation mit dem Landesseniorenbeirat und weiteren Organisationen und Interessensvertretungen, z.B. aus dem Bereich der Patientenversorgung und der Kostenträger.
Projektbeirat bei der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Die im Projekt entstehenden Erkenntnisse und Innovationen sollen nicht nur den geförderten Projektteilnehmern zu Gute kommen, sondern möglichst breite Verwendung und Nutzung erfahren. Um dies zu gewährleisten, ist neben Veröffentlichungen in wissenschaftlichen und Fachorganen eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen. Darüber hinaus wird zur Verbreitung der Erkenntnisse in der Fachwelt, zur Sicherung der Nachhaltigkeit, aber auch zur fachlichen Begleitung und Beratung des Vorhabens, einen ehrenamtlichen Projektbeirat einberufen. Dieser soll zwei- bis dreimal pro Jahr tagen und durch die Projektpartner informiert werden.
Art des Vorhabens Das am 1.6.2012 gestartete Projekt ist ein interdisziplinäres Verbundprojekt. Es hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH koordiniert das Projekt.
Förderung Das Vorhaben erhält eine Förderung durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Der Senat für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg fördert das Projekt darüber hinaus mit Mitteln aus dem „Förderprogramm zur Stärkung und Förderung der Gesundheitswirtschaft". Die am Projekt beteiligten Partner tragen mit unterschiedlichen Anteilen insgesamt fast ein Drittel an Eigenmitteln bei.
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